SG "Eintracht" e.V. Groß Gastrose
  Geschichten 2011
 
Rotkäppchen, der Wolff und die Fußballgeißlein

Es war einmal ein großer, starker, schöner, intelligenter (also Lebewesen mit Abitur) Mann, der spielte für sein Leben gern Fußball.
Eines Tages lief ihm das Rotkäppchen über den Weg. Sie hatte die Mission sein Herz zu erobern, welche jedoch fast fehlgeschlagen war. In letzter Minute, wollte es mal der Wolff mit Rotkäppchen als heißen Feger versuchen. Aber natürlich gab es da noch die Fußballgeißlein und die standen natürlich an erster Stelle! Er hatte sie so gern! So gern, dass es nach einer Urlaubsreise (natürlich ohne seine Alte) erst zu den Fußballgeißlein zum Fußballspielen ging und dann irgendwann zu ihr antrabte. Logisch!

Der Wolff war in seinen jungen Jahren (genaugenommen im Jahre 2002) also vor langer, langer Zeit ein fast überdurchschnittlicher Fußballer. Er spielte sogar mal in der Verbandsliga der Wölffe. Aber eben da, als er noch jung war.
Tja, und wie das Leben so seinen Lauf nimmt und die Jahre dahinschritten musste der Wolff in den Vorruhestand gehen oder besser gesagt machte er eine kreative Pause.
Der Plan war es später mal bei den „Alten Wölffen“ das Fußballleben fortzusetzen. - Bis da gewisse Herrschaften Werbegespräche durchführen.
Der Wolff wurde heiß umworben und außer dem weltbesten Fußballverein waren alle vertreten, die ihn haben wollten. Er entschied sich ganz solide für die Fußballgeißlein, der SG Eintracht Groß Gastrose – Die Macht aus dem Neißetal.
Obwohl es da ein großes Kriterium gab, was dagegensprach – Der Wolff trinkt keinen Pfeffi! Aber trotz des Handikaps wurde er Mitglied und erlebte schon viele nette Stunden mit den Geißlein, den Großen und den Kleinen.
Das Größte Geißlein ist wohl der Vereinsvorsitzenden Maik Zech, aber als Mädchen für alles, was man in den hinterlegten Schriftstücken Schatzmeister und sportlicher Leiter nett, wird der Name Steffen Bahle ganz groß geschrieben. - Zu Recht!
Über Jahre hinweg arrangiert er sich mit dem Verein, erledigt die großen und kleinen Dinge, die sichtbaren und unsichtbaren, aber ihn selber sollte man an dieser Stelle wahrhaftig nicht übersehen. Und so sei auch nicht nur dieser Name dahingestellt, sondern an dieser Stelle kann Rotkäppchen wohl im Namen der ganzen „Geißleinmannschaft“ ein dickes Dankeschön aussprechen. DANKESCHÖN!
Na und in dem Zusammenhang des Dankes und der sportlichen Zuarbeit fällt mir auch gleich noch ein anders kleines Geißlein ein.
Als zartes Rehkitz würde man märchenhaft beschreiben, aber umgangssprachlich soll sie wohl kurz und schmerzlos Isa heißen. Hat so manchen lockeren Spruch zu den Männern auf den Lippen und mit
Mitleidsbekundungen für Verletzungen der Fußballgeißlein wird sie wahrlich sparen, ehr hat derjenige noch ein – Ey Alter das ist kein Liege- oder Ruheplatz….beweg Dein Arsch nach oben – zu ertragen. Flink kommt sie mit dem Eis gelaufen und kümmert sich um den Fußball – Männerhaufen.
Namen wie Ronny und Basti werden als Kapitäne der Fußballgeißlein benannt und Stars wie Gomez und Hummels sind in der Eintracht Groß Gastrose auch bekannt. Sicher gibt es da noch eine Reihe von Namen der „Geißlein Elf“ zu erwähnen und die Jungen Dachse (man hat sie Denny und Peterle oder Latsch und Bommel genannt), sind schon voll auf Rum und Jubel eingestellt, aber ehrlich gesagt fehlt es ab und zu an annehmen von Lehre und Erfahrung der alten Fußballherrenwelt. - Aber man muss auch ehrlich sagen auch sie haben dazugelernt, denn ab und zu ist neben Partyalarm auch um 7 Uhr abends in Bett gehen angesagt. Evtl. hat hier der Erzieher der Geißlein - Kicker psychologisch Einfluss gehabt und hat die Beiden neben den gemeinsamen Trinkaktionen    mit    taktischen    Erziehungsmaßnahmen    konfrontiert    und    siehe    da    es    hat    funktioniert. Ein Trainer darf wohl in der Geschichte der „Geißleinelf“ nicht fehlen und kurz und bündig wurde der Bluschi als dieser bestimmt, der die Aufgabe mit seiner Manneskraft hinnimmt. Er ist wahrlich kein Motivations - coach, aber fachliche und taktische Aspekte stehen in seiner Arbeit im Vordergrund und anfangs machte er mit Trainerallüren von Magath die Fußballgeißlein rund. Sicherlich könnte er mit der Unterstützung einer schönen, netten, freundlichen und bezaubernden Prinzessin mehr Erfolge anstreben, aber mit einem Schild um den Hals: Bitte seid böse zu mir – oder schlafend an der Bar - wird er das wohl nicht erleben.
Ja, nun sind hier im Märchen schon viele Gestalten zur Sprache gekommen, und gute Seelen seien da auch nicht ausgenommen – es ist die Rosi und die ihre Gehilfin, um die es jetzt geht. Der Boden wird immer hübsch gewienert und das gezapfte Bier innerhalb von Sekunden geliefert. So erheben wir alle das Glas und dieser Dank gehört Euch Feen für all die Arbeiten, die viele nicht sehen.
Aber noch nicht genug von der Geschicht, denn ein Held namens Peter ist auch noch im Märchen vorgekommen und hat mit erstklassigen Grillwürstchen oder dem gesäuberten Stadionplatz aktiv an der Erfolgsstory teilgenommen. Es ist schön, dass es auch ihn bei der „Geißleinband“ gibt und Du hast Dir mehr als nur ein Bienchen ins Bummibuch verdient.

So ziehen sie alle von Wochenende zu Wochenende ins Land und versuchen tapfer die Spielfelder der Region mit Toren zu füllen, aber leider waren es in dieser Runde auch oft Niederlagen die, die Vereinsgeschichte plagen. Hinfallen oder verlieren ist keine Schande – das liegenbleiben schon! Es entstand oft der Eindruck, dass die „Geißleinelf“ Gedanklich noch bei der
letzten Spielbegegnung war und dort nicht nur das Spiel, sondern auch den Kampfgeist sowie Ehrgeiz verloren hat.

Jeder von Euch hat sich für die Mannschaftsportart, dem Fußball entschieden, aber ersichtlich sind leider oft nur Einzelkämpfer. Der Gastspieler und Hosendieb Tonny Miersch reist aus der schönsten Stadt der Welt nach Groß Gastrose und kommt mit richtig Bock und gute Laune mit auf dem Platz. Auch wenn ihm nicht jede Aktion gelingt, sind es wahrlich Schätze die er da mitbringt.
Schon im Jahre 1800 erklangen folgende Worte „Alle Bedeutung des Lebens liegt im Handeln für die Gemeinschaft.“ Wohl war – aber ich erzähle wohl wahrhaftig ein Märchen, wenn davon im Kader oder auf dem Platz Gespür war. Oft war die Geißleinelf nicht vollständig, die Auswechselbank wurde mit 1,2 Spielerdamen dekoriert und die eigentliche Verpflichtung dem Verein gegenüber ignoriert. Der Schatzmeister Henne müsste doch den Geldsack so voll haben und kann ihn bestimmt nicht mehr selbst tragen. Bestimmt springt da Halbprofi Weihnachtsmann Stefan ein und wird Dir lieber Henne behilflich sein. Die Strafbeträge für all die gebrochenen Regeln tragen bestimmt zur größten Abschlussfahrt der Vereinsgeschichte herbei – Jungs das wird bestimmt ne Woche Spaß im Nobelhotel - das Burj Al Arab in Dubai.
Mal ehrlich - ist es nicht was Tolles mit als Spieler zu einer Vereinsgeschichte von nun genaugenommen 99,5 Jahren beizutragen und sollte es nicht ein geiles Gefühl sein gemeinsam als Mannschaft die 100 Jahre Sportverein im Rucksack zu haben?
Hat man nicht als Mensch das Bedürfnis Spuren als Legende zu hinterlassen oder sollen es doch nur die noch heute zu findenden Löcher im Rasen von Herrn Hähnel sein? Sone Stories sollen in die Bücher der Vereinsgeschichte rein?

Märchen enden immer mit: Ende gut alles gut.
Um diese Worte auch in dieser Geschichte niederschreiben zu können, bedarf es keiner Zauberformel. Man muss auch nicht all die Hoffnung auf den vielleicht, hoffentlich oder evtl. wiederkehrenden kleinen Spitz setzen.
Die Fußballgeißlein können ganz ohne Hexerei dazu beitragen: Anfangen im Kleinen, Ausharren in Schwierigkeiten, Streben im Großen.“

Tragt einfach dazu bei, dass die schon sehr reifen und gestandenen beiden „Kumpel Geißlein“ Ronald Bahle und Enrico Kühn – ihre Jungtierkariere beim dorfschönsten Geißenverein der SG Eintracht Groß Gastrose – Die Macht aus dem Neißetal - mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung beenden und dann als gestandene Spieler zur Seniorenliga der Wölffe wechseln können.

Seid eine Mannschaft, kämpft zusammen, der Einsatz jedes Einzelnen ist der eigene beste Freund - sucht die Fehler nicht beim Anderen - ja und es ist in der Tat so wie Otto Rehhagel schon sagte: Mal verliert man und mal gewinnen die anderen. Ist es aber doch schon ein kleiner Sieg einstellig im obersten Teil der Tabelle die 100 Jahr des Vereins anzusteuern und nicht vom Aufstieg in die Bundesliga zu sprechen.

Aber genug nun der Märchen und - herzlich Willkommen in der Gegenwart!

Die Abschlusssaison für den Wolff steht also bevor. Und meist ist es so, dass man dann eine Abschlussreise macht. Also gehen wir doch gemeinsam auf Reisen………okay Dubai wird es wohl doch nicht sein, aber ne Runde gemeinschaftliches Paddeln im Spreewald sollte doch für jeden von uns bezahlbar sein. Ein Tag am Wochenende im Mai sei jetzt schon dafür reserviert. Die Rotkäppchen und Co AG sind dazu gern an der Organisation des Megaevents interessiert. Ist es doch schön gemeinsame Ziele zu haben und Legenden von Fußballgeißlein wie Euch im Verein zu haben.

Und wenn all die großen Worte nicht helfen ziehen wir den Fußballgott hinzu:

Fußballunser

Fußballgeißlein unser im Strafraum, gewürdigt werde Euer Einsatz.
Eure Pässe kommen, Eure Tore fallen, wie Auswärts so auch zu Hause.

Unser spieltägliches Tor gib uns heute
und vergib uns unsere Fehlschüsse,
wie auch wir vergeben unseren Schiedsrichtern.
Und führe uns nicht ins Abseits,
sondern erlöse uns von den farbigen Karten.

Denn Dein ist der Ball und das Tor
Und die Torgefährlichkeit in Ewigkeit.

Amen und Prost!
 
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